Wo Ihre Daten liegen und wer darauf zugreifen kann.
Diese Seite beschreibt den Betrieb des Systems: Standort, Datentrennung, Sicherungen, Zugriffsregeln und Schnittstellen. Sie ist so geschrieben, dass Sie sie an Ihren Steuerberater, Datenschutzbeauftragten oder IT-Dienstleister weitergeben können.
Betrieb und Standort
Das System läuft auf Servern von Hetzner in Nürnberg. Die Anwendungen laufen in Docker-Containern unter Ubuntu; die Anfragen nimmt ein vorgelagerter Reverse Proxy entgegen.
Wir betreiben diese Umgebung selbst. Es steckt keine weiterverkaufte Plattform eines Drittanbieters dahinter.
Eine Ausnahme gibt es: Wer die Abfrage in normaler Sprache einschaltet, schickt mit jeder Frage die dafür nötigen Daten an ein Sprachmodell außerhalb dieses Servers. Was dabei gilt, steht weiter unten unter „Die Abfrage in normaler Sprache“.
Trennung der Kundendaten
Die Trennung ist zweifach abgesichert. Erstens erhält jeder Kunde einen eigenen, isolierten Container-Stack mit eigener PostgreSQL-Datenbank und eigenem Netz — es gibt keine gemeinsame Datenbank, in der die Daten mehrerer Kunden nebeneinanderliegen.
Zweitens trägt innerhalb der Instanz jedes Fachobjekt eine serverseitig gesetzte Mandantenzuordnung, die per Datenbank-Trigger unveränderlich ist. Selbst innerhalb einer Instanz lässt sich die Zuordnung eines Datensatzes also nachträglich nicht ändern.
Sicherungen und Wiederherstellung
Die Datenbank wird täglich als vollständiger Dump gesichert. Zusätzlich werden Snapshots des Servers erstellt. Die Sicherungen werden 30 Tage aufbewahrt.
Eine Wiederherstellung erfolgt auf Anfrage innerhalb von 24 Stunden.
Zugriff und Berechtigungen
Das Rechtekonzept arbeitet mit konfigurierbaren Rollen auf Modul-, Objekt- und Feldebene. Felder wie Marge, Einkaufspreis und Personalkosten lassen sich je Rolle ausblenden; der Zugriff kann auf eigene Projekte und eigene Einsätze eingeschränkt werden.
Alle Prüfungen laufen serverseitig, nicht nur in der Oberfläche — das unterscheidet ein Rechtekonzept von einer ausgeblendeten Schaltfläche.
Zugangsschutz
Die Verbindung zwischen Ihrem Browser und dem Server ist per HTTPS verschlüsselt.
Passwörter werden ausschließlich als bcrypt-Hash gespeichert; im Klartext liegen sie zu keinem Zeitpunkt vor. Sitzungen laufen über signierte Tokens in HTTP-only-Cookies, auf die Skripte im Browser keinen Zugriff haben.
Auftragsverarbeitung und DSGVO
Das System beantwortet ein Auskunftsersuchen mit einem vollständigen Datenexport je Person. Löschbegehren nach Artikel 17 setzt es als Anonymisierung um — unter Wahrung der Belegzusammenhänge.
Änderungen werden in einem Änderungsprotokoll festgehalten, Datenexporte in einem Exportprotokoll.
Schnittstellen und Export
DATEV
Das System exportiert Buchungsstapel im EXTF-Format, Formatversion 700, Kategorie 21, für die Kontenrahmen SKR03 und SKR04. Die Richtung ist der Export aus dem System zum Steuerberater — einen Rückimport gibt es nicht.
Ausgehende E-Rechnung
Rechnungen entstehen als ZUGFeRD/Factur-X im Profil EN 16931 und als XRechnung 3.0.
Eingehende E-Rechnung
Eingehende E-Rechnungen werden strukturiert eingelesen — in beiden Syntaxen, CII und UBL.
Datenexport
Jeder Kunde hat eine eigene Datenbank; die vollständige Herausgabe Ihrer Daten ist damit technisch unkompliziert.
Die Abfrage in normaler Sprache
Das System kann Fragen zu Ihren Projektdaten in normaler Sprache beantworten — nach der wirtschaftlichen Lage eines Projekts etwa, oder danach, warum eine Abweichung entstanden ist. Die Funktion ist ab Werk ausgeschaltet und lässt sich je Betrieb abschalten.
Für eine Antwort verlässt Ihre Frage samt den dafür nötigen Daten unseren Server. Wenn Sie das nicht wollen, lassen Sie die Funktion aus — sie ist es standardmäßig.
Das Sprachmodell kommt von Mistral, einem französischen Unternehmen. Ihre gespeicherten Daten liegen weiterhin auf unserem Server in Nürnberg.
Mit Ihren Daten wird nicht trainiert; das ist vertraglich zugesichert. Ihre Anfragen werden nicht gespeichert — auch nicht für die Missbrauchserkennung, die sonst dreißig Tage vorsieht.
Häufige Fragen
Sehen Sie es an einem echten Projekt.
30 Minuten, am realen System, mit einem der beiden Gründer. Kein Vertriebsgespräch, keine Präsentation.
- Was Sie sehen: Kalkulation, Disposition, Nachkalkulation an einem Messeprojekt.
- Was wir brauchen: 30 Minuten und Ihre wichtigste Frage.
- Was danach passiert: eine schriftliche Einschätzung, ob wir passen.